Hoooolidayyyy - ab nach Zeeland -

Hoooolidayyy..... juhuuu....endlich wieder Ferien und Urlaub, dieses Mal in Holland! 

Hi, ihr Menschen und Tierfreunde. Inzwischen zähle ich fast 12 Lenze und man könnte behaupten, ich bin ein Senior :-/ Hm... daran gibt es nichts zu rütteln, doch im kleinen Hundeköpfchen bin ich immer noch der Alte! Zu jeder Schandtat bereit, dickköpfig, Hundeschreck, ein Prinz und Mamis Liebling. 

Eingestehen muss ich, dass die kleinen Zipperlein etwas mehr und nerviger geworden sind. Mami sagt, ich habe Probleme mit den Hinterläufen und mein Herz ist etwas schlechter geworden. Sie geht immer noch jährlich zum Herzultraschall und tatsächlich, dieses Mal meinte der unfreundliche Herzspezialist, es wäre nötig in neun Monaten wieder zu kommen, da die Werte schlechter geworden sind. Tabletten hat er mich noch nicht verschrieben. Frauchen möchte den Moment aber nicht verpassen und hält sich natürlich strikt an die Anweisung. 

Ok. Zurück zu unserem Urlaubsbericht. Letztes Jahr waren wir mit Oma schon mal hier. Deshalb hat Mami ganz mutig wieder gebucht. Etwas näher am Strand und sage und schreibe 14 Tage!!! 

Oups... so lange von Oma und Opa getrennt...? Grmpf...warum wurde ich nicht gefragt? 

Autofahren ist ja für mich und, ah... ja... meine kleine schwarze, nervige Mitbewohnerin Abigail vom Hause Sillerquelle gibt es auch noch, kein Problem. Wir haben auf der Rückbank gedöst und darauf geachtet, dass Mami keine Fahrfehler begeht. Angekommen sind wir vor drei Tagen in unserem Chalet auf dem Campingplatz de Maypacht. Den gibt es schon seit 50 Jahren! Was fast so alt ist wie Mami, kann nicht schlecht sein. :-) 

Mami hat vor dem Urlaub extra einen Hundekinderwagen für uns gekauft. Da ich nicht mehr so gut bzw. so lange so gut zu Fuß bin, kann ich da einfach einsteigen und sie schiebt mich wohin ich will! Wenn´s sein muss, mache ich auch ein Eckchen für die schwarze Mamba frei. Aber nur ein klitzekleines Stückchen. 

Am ersten Abend sind wir (Mami besonders motiviert) zum Strand gelaufen. Eigentlich liebe ich diesen feinen weißen Standstrand, der endlos ist. Tue ich ja auch immer noch, aber ich bin eben auch schon fast 84 Jahre (in Menschenjahren) und die meisten von euch Menschen laufen dann schon am Rollator, wenn sie überhaupt noch leben.

Der Blick meiner Mitbewohnerin, der kleinen „black batty“ Abigail wird dann immer ganz verklärt, wenn sie am weiten Horizont Kaninchen in den Dünen, Möwen auf der See oder „Hundekollegen“ entdeckt. Von der letzteren Kategorie gibt es hier drei Sorten: die ungestümen Jungen, die dicklichen Alten und die ignoranten Coolen (zu denen ich mittlerweile gehöre). Froh bin ich, wenn die Genossen friedlich an uns vorüberziehen, was bei erster Kategorie selten passiert. Hatten wir die letzten Tage doch einige Begegnungen am Strand, die in der Regel ohne Leine stattfinden, was mir wesentlich besser gefällt.

Kommt so ein unberechenbarer Kollege auf uns zu, entweder erst stürmisch, oder lauernd abwartend um dann drauf loszustürmen oder gleich wie in Irrer lospreschend, ist es von Vorteil, Mami hat die Leine entfernt. Diesen respektlosen Typen begegnen Abigail und ich (gemeinsam sind wir stark) mit lautem Gebell und hoher PS Zahl. Mami hat meist ein wenig Angst, dass wir den „Feind“ zu wehhemmend in die Flucht schlagen, doch sind wir schließlich Lehrmeister für die Jungen. Wer sich unverhohlen und ohne zu fragen einfach so nähert, muss doch schließlich in die Schranken verwiesen werden. Die meisten unterschätzen so einen alten Typen wie mich, mit einer schlanken (zur Zeit etwas übergewichtigen) Begleiterin an meiner Seite. Mein Sozialverhalten ist also nach wie vor vorbildlich und hat keineswegs in der Kirrlacher Einöde gelitten.

 Leid tun mir immer die Hundekollegen die am leeren kilometerlangen Strand an der Leine bei Fuß gehen müssen. Sichtlich erfreut uns zu sehen, ziehen sie in unsere Richtung, wollen Kontakt oder gar spielen (ächz…) sind jedoch angeleint und werden zu Sitz/Platz und weiterem Quatsch unter Bestechungsmaßnahmen wie Leberwurstpaste oder Hühnchenleckerlies gezwungen. Was für ein „Hundsurlaub“! Wie gut geht es uns mit unserem Frauchen. 😊

Heute haben wir hier hinter Burg-Haamstede in einem großen Waldstück einen langen zügigen, bergigen Spaziergang absolviert. Mami hat immer unseren Kinderwagen dabei, um sicher zu gehen, dass sie nicht gleich umdrehen muss. Ich war richtig gut drauf heute und bin 4 km mitgelaufen. Dann ging es durch die Dünen zum Strand. Wunderbar… keine Hundsseele weit und breit. Ein paar interessierte Menschen sind an uns vorbeigelaufen. Immer noch bekomme ich reichlich Komplimente meines guten Aussehens wegen. Die kleine Schwarze tut mir dann immer ein bisschen leid. So schlecht sieht sie nun auch nicht wieder aus 😉. Ihre Showerfolge muss ich neidlos anerkennen. An anderer Stelle werde ich euch berichten.

Nach einer Stunde gemütlich abhängen am Strand versuchte mich Frauchen zum Rückweg zu motivieren. Puhhh… den Berg hoch im hohen Sand… was gibt es Anstrengenderes. Ich habe entschieden









, mich lieber gemütlich hinzulegen. Der Wetterbericht sagte Regen herbei und kurzerhand trug mich mein kniegeplagtes Mamilein die Dünen hoch. Nicht ohne abzusetzen und heftig zu schnaufen. Ganz die Fitteste ist sie auch nicht mehr. Doch mein Schwächemanöver hat sich ausgezahlt und ich wurde fast bis zum Gefährt getragen. Wir haben es noch im Trockenen zum Auto geschafft. Puhhhh….den Rest des Tages habe ich verschlafen.

Bis morgen! Eure Otto.

P.S.: Teilt mir doch eure Erfahrungen in den Kommentaren mit. Ich freue mich über alles was die leidigen Gesundheitsthemen, Urlaubstipps und eure Hundebegegnungen betrifft, sehr! 


 


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