Ausflug nach Burg-Haamstede

Puhhh... Frauchen ist sauer. Der neue Post war just im Moment fertig gestellt, doch durch rumfriemeln am Handy, Videos hochladen und der Meinung alles wäre gespeichert, ist der Post verschwunden. Grrr.... da ihr Gedächtnis auch langsam nachlässt, muss ich alles nochmal erzählen. Früher sind wir täglich durch das städtische Getümmel gestromert und in Cafés rumgelungert. Dies hat sich mit dem Landleben schlagartig geändert. Cafés gibt´s hier so gut wie überhaupt nicht und auf den Gehwegen spazieren zu gehen, ist so langweilig, dass ich im Stehen einschlafe. Zudem beäugen die Dorfbewohner genau, wo unsereins seine Geschäfte verrichtet und ob Frauchen sich auch schnell genug mit einer riesigen Kottüte bewaffnet bückt und den Unrat einsammelt. Geht dies nicht schnell genug, ist sich der gemeine Kerrlocher nicht zu schade, einen losen Spruch in unsere Richtung abzusondern. Nun gut, hier in den Niederlanden bleibt den Menschen wohl nichts anders übrig, als große Toleranz walten zu lassen. Es sind einfach zu viele Fellträger mit ihren am Leinenende hängenden Touristen unterwegs. Überall gibt es Wasser für uns und Kottütenspender für das Frauchen. Noch nie haben wir es erlebt, dass wir aus einem Restaurant verjagt wurden. Es ist eher lästig, dass so viele meiner Fellkollegen dort auch rumliegen. Gestern, auf unserem Spaziergang durch Burg-Haamstede hatten wir Glück. Die Artgenossen waren ok und im La Baguette, es gab Kuchen und Kaffee für Mami, hatten wir den Platz für uns alleine. Ich liebe es nicht, wenn wir eng zwischen Menschen- und Stuhlbeinen liegen müssen und auch noch ein paar Kollegen in Riech- und Sichtweite sind. Die hübsche, junge Kellnerin konnte ich somit ganz alleine bezierzen. Läuft´s gut, springt sogar mal ein Leckerlie heraus. Meist läufts eher mäßig, da ich durch lautes Gebell und Gezerre den Ort des Geschehens schnellstmöglich wieder verlassen will. Meine Mitbewohnerin Abigail würde ich als Streberin bezeichnen. Hauptsache, Mami nimmt sie mit. Schön unauffällig trottet sie nebenher, legt sich brav hin und ignoriert alles, was lustig, spannend oder einfach nur zum Bellen ist. Gestern lief´s jedoch gut für mich. Sogar beim Shoppen bemerkte die Verkäuferin was für ein smarter, braver Junge ich bin. Habe ich schon erwähnt, dass ich grundsätzlich jünger geschätzt werde? Das Poserbild ist vor einem Wasserschloss entstanden. Leider durfte ich den Hund, der da leinenlos am Eingang ohne Zweibeiner stand, nicht verjagen. Nachher gibts noch ein paar Strandgeschichten. Jetzt lege ich mich erstmal hin und verdöse den Vormittag. Euer Otto.

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